Meinersten Larpschuhe

Ich habe sie, mit viel Elan, 2004 rum selber gebaut. Sie sind aus solider Eiche und aus Lederresten vom Polsterer um’s Eck. Ich bin irgendwie doch noch stolz drauf. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Es ist wie mit Trippen. Eigentlich eine ganz coole Sache, aber alles in allem schmerzhaft, wenn man lang drauf rumlaufen […]

Meinersten Larpschuhe

Ich habe sie, mit viel Elan, 2004 rum selber gebaut. Sie sind aus solider Eiche und aus Lederresten vom Polsterer um’s Eck. Ich bin irgendwie doch noch stolz drauf. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Es ist wie mit Trippen. Eigentlich eine ganz coole Sache, aber alles in allem schmerzhaft, wenn man lang drauf rumlaufen […]

Zeit und Geld, oder “Wie man auf beide nicht verzichten kann”

(…) ich habe bestimmt einen vierstelligen Betrag (über ein Dutzend+ Jahre) ausgegeben, nur um zu lernen, dass ganze Charaktere mit wenig Geld machbar sind.

Reenlarpment – Ein bessere Lösung? – Neonazigewandungsspacken

Reenlarpment ist die Kunst, Brotbacken als Abenteuer zu erleben. (…) Niemals vergessen, das auch Reenlarpment ein Spiel sein will. Es braucht mehr als nur wunderschön passend ausgerüstete Spieler. Mehr als nur eine optisch wunderbare Lokalität. Es braucht für das Spiel passende Regeln, Mechanismen oder Richtlinien, wenn hartgesottene Reenactors und aufgerüstete und aufgemotzte Conquest-of-Mythodea-Besucher zusammentreffen.

Schnittmuster: “Short Coat” – Pattern Short Coat

Auf Wunsch hin, das exakte Schnittmuster, was ich für meinen „Short Coat“ am „Sold und Leben“ benutzt habe. Eng, und ohne Kragen sehr einfach zu schneidern.

Wie-nehme-ich-ambientig-Wasser-mit!

Schon auf meinem ersten Spiel war das eine Frage für mich. Nebst der irrigen Annahme, dass ich, wenn ich mehr als ne Stunde kein Wasser zur Verfügung habe, sofort sterben muss, spielen da andere Faktoren mit. Dieser Tage will ich einmal etwas ganz dolles anpreisen. Nicht die Trinkgefässe im larpwiki, keine “Wie-wickle-ich-Dinge-um-eine-Petflasch”, sondern eine brauchbare […]

Schnittmuster Strelitzen

Aufgrunde mehrerer Wünsche, hier mein Strelitzenrock-Schnittmuster. Die Endoptik entspricht dem Strelitzenbild, ob genaue Details historisch korrekt sind – keine Ahnung.
1:1 passt der Rock mir selber, die Schulter-Hüfte-Distanz beträgt 56cm, der Bauch/Brustumfang 110cm, die Armlänge 60cm. (Die Ärmellänge hingegen 75cm). Die Schultern sind gegen aussen schief, 2cm. Es hat ein Viereck unter jedem Arm, 11x11cm. Ich habe bei meinem Muster auf das annähen der Gehren des Rockes verzichtet und sie direkt angeschnitten.

Hier nochmals alle Eckdaten:
Gesamtlänge: Stoffbahnbreite, 150cm
Armlänge: 60cm
Ärmellänge: 75cm
Kragenausschnitt hinten: 2cm Versatz
Ausschnitt vorne: 7cm
Schulterschräge: vom Hals bis zum Ärmelansatz: 2cm
Viereck unter dem Ärmel: 11x11cm
Schräge (hellblau) des Armes: Von eigenem Schulteransatz bis zur Brustbreite
Stoffbedarf: 240cm sind knapp ausreichend, 250 würd ich kaufen.

Strelitzenrock (png/Bild) und Strelitzenrock DXF-Datei (rechtsklick/download)

Viel Spass damit. Vergesst nicht, dass die Verschlüsse vorne, die Querstreifen, das Ganze erst von einer zu langen Cothardie abheben.

Schnellnähen – Garnache

Genauso wie auch schon, werde ich versuchen, möglichst schnell eine Garnache zu erstellen. Aufrund des Materials, welches bereitliegt, wird das fertige Stück wohl nicht auf ewig bei mir bleiben. Sauber gearbeitet sollte es trotzdem sein. Kamera liegt bereit, Stoff liegt bereit, mehr/minder habe ich auch Platz zum Arbeiten. Schnittmuster Garnache ist ebenfalls vorhanden. Dann mal los.

Material, schwarz für Aussen / weiss für Innen

11.46 Uhr – Start
11.47 Uhr – Ich gehe Tee kochen, und mache ein paar Bilder für den Anfang. *gähn*
11.55 Uhr – Aki belästigt mit Fragen zu Pulver. Kann vorbeigehen. Stoff fotografiert, ich beginne also mit zuschneiden. Der Einfachheit halber werde ich die Gehren/Keile anschneiden und nicht extra zuschneiden.
12.05 Uhr – Tee fertig, ich bin am aufzeichnen. Irgendwie wird wegen der voluminösen Ärmeln doch der Stoff eher knapp. Mal gucken.
12.30 Uhr – Dreimal und mehr umgeplant. Alles doof. Ich kann die Keile nicht anschneiden, nur ansetzen, sonst reicht es nicht. Tja. Jetzt noch das Futter – einfach dieselben Teile noch einmal.
12.42 Uhr – Kleine Pause. Das Futter ist nicht gebügelt, ich warte dass Bügeleisen heiss ist.
13.09 Uhr – Alles ausgeschnitten. Aber es sieht aus wie Sau, ich werde erstmal aufräumen. Und drei Fotos einbauen.

Chaos…

Armeeloden grün, ausverkauft!

Guten Loden zu finden ist eines. Schönen Loden in der passenden Farbe zu finden ist noch eins. Und all das bezahlbar, das ist das andere. Alles zusammen liess mich ab und an nach Dulliken fahren. Dort, direkt am Bahnhof, ist “Dicks Armyshop, eine Quelle für Liverollenspieler. (Ledertaschen. Leintücher. Schuhwichse. Lederriemenchen für drei Franken das Stück. Und eben, Loden. Armeeloden, in einem dunklen tannengrün, wetterbeständig und angenehm zu tragen. Und das für 17 SFr / Meter.

Doch gestern war ich in ebendiesem Laden, und habe nachgefragt. Tatsache ist – es gibt keinen grünen Armeeloden mehr. Der wurde aus dem grauen Armeeloden hergestellt – gefärbt – und wird nicht mehr im Sortiment auftauchen. Der graue ist noch verfügbar, aber der grüne ist weg. Jammernd habe ich grau gekauft, aber trotz allem lässt sich der nicht einfärben. Ich habe die doppelte Menge an Farbe getestet, ich habe den Loden mit 90°C gefärbt, keine Chance. Es bleibt wiedermal nur der Gang nach Singen, in den Laden meines Vertrauens. Aber es ist zum heulen, der eine gute, tolle, superideale Stoff für den historisch angehauchten (oder wasserscheuen ;-) ) Liverollenspieler ist weg.

Bommel Anleitung

Es gibt viele Anleitungen wie man ein Bommel macht. Aber wie macht man den am schnellsten?
(Die Anleitung wurde überarbeitet)

1. Grösse, Farbe, Faden wählen
Die Grösse des fertigen Bommel ist entscheidend. Mit der Methode können Bommel von 5 bis 20 cm Durchmesser gut gemacht werden. Dazu wird ein Wickelholz gebraucht, hier ein Lineal. Der Umfang des Wickelholzes ist nachher der Durchmesser des Bommels.
Bei der Farbe und Faden hat man freie Wahl. Bewährt hat sich Wollfaden. Falls mehrere Farben gewünscht werden, können die nacheinander oder miteinander aufgewickelt werden. Bei Nacheinander aufgewickeltem Faden gibt es Farbflecken. Bei miteinander aufgewickeltem Faden wird der Bommel nachher gescheckt sein.

2. Wickeln
Der Faden wird nun auf das Wickelholz gewickelt.

3. Dichte bestimmen
Wie dicht soll der Bommel nachher sein?
Hierzu habe ich keine Formel. Als Vergleichswert: Für ein 25 cm durchmessenden Bommel habe ich 800 g Wollfaden gebraucht (400g nachher wieder abgeschnitten).

4. Abbindfaden einziehen
Der Faden zum abbinden des Bommels muss zwischen aufgewickeltem Faden und Lineal eingezogen werden.

5. Abbinden
In der Mitte des Wickelholzes/Lineals die Fäden zusammenziehen und ein festen Knopf machen.

6. Aufschneiden
Das Wickelholz umdrehen und ebenfalls in der Mitte des Wickelholzes die Fäden durchschneiden.

7. Nochmals abbinden
Die Fäden nochmals abbinden. Je grösser der Bommel, je mehr muss das Ganze halten.

Bommel

Der Bommel ist nun grundsätzlich fertig. Da dieser aber auch richtig schön aussehen soll, kommen wir zum Aufhängen des Bommels:

1. Richten
Die Fäden des Bommels richten. So sieht er schon wesentlich runder aus.

2. Den Bommel aufhängen.
Wenn der Bommel an den Abbindfäden aufhängt wird, hat der Bommel oben eine relativ flache Seite die unschön aussieht (siehe “Schlechter Aufhängepunkt”).
Darum nehm einen Faden der beiden Polen auf. Der Bommel sieht nun wesentlich runder aus. Je nach Verwendung des Bommels, soll der Faden zum Aufhängen gut halten. Hierzu wird mit einer Nadel nochmals ein Faden eingezogen. Mit der Nadel sollte hier durch möglichst viele andere Fäden gestochen werden, so dass das ganze nachher hällt.
3. Um eine richtig schöne runde Form zu bekommen, muss der Bommel nun mit einer Schere zurecht geschnitten werden.

Bommel aufhängen und ausrichten

Muster:
Mit dieser Technik habe ich einen grossen Bommel gemacht, der wurde für eine Zipfelmütze gebraucht. Dafür habe ich 800 g Wolle verwendet. Davon habe ich 400g Wolle wieder abgeschnitten. Der Bommel wiegt somit noch rund 400g und hat einen Durchmesser von 25 cm.